Sie haben schon mit deutlicherem Vorsprung gewonnen. Sie haben schon spannendere Spiele gezeigt. Aber mit ihrem dritten Sieg in Folge bewiesen die Brilon Lumberjacks, dass sie als Neuling in der NRW-Liga zu den stärkeren Mannschaften gehören. Am Sonntag besiegte das American-Football-Team aus dem Hochsauerland im Sportzentrum an der Jakobuslinde die Seahawks Duisburg mit 12 : 0.

Mit diesem Sieg gelang den Lumberjacks die Revanche für die Auswärtsniederlage im April in Duisburg. 20:5 hatten die Seahawks die Briloner in ihrem allerersten Ligaspiel überhaupt nach Hause geschickt. Im Vergleich der beiden Spiele wurde jetzt deutlich, dass die Lumberjacks erfolgreich an ihrer Feinabstimmung gearbeitet haben und inzwischen deutlich souveräner auftreten als noch vor zweieinhalb Monaten.

Die Bedingungen waren dabei schwierig. Es war für Anfang Juli viel zu kalt und es regnete fast ununterbrochen. Das machte in manchen Spielsituationen den Ball nur schwer beherrschbar. So misslang den Lumberjacks zum Beispiel im zweiten Viertel der Versuch eines Field Goals (ein mit dem Fuß erzieltes Tor), weil der nasse Ball auf dem Kunstrasen wegrutschte und die Spieler ihn nicht mehr kontrollieren konnten.

 „Wir haben trotzdem gezeigt, dass wir den Gegner auch unter diesen Umständen beherrschen können“, bilanziert Offense Coordinator Marvin Stratmann. Der Spielverlauf ist schnell erzählt: Gleich im ersten Viertel gelang Waldemar Bechthold ein Touchdown zum 6:0 für die Lumberjacks. Bechthold war einer der auffälligsten Spieler der Begegnung. Ihm gelangen dank seiner Laufstärke noch einige weitere Raumgewinne. In der Offense, dem angreifenden Mannschaftsteil, machte auch Ersatz-Quarterback Julian Freise gute Arbeit. Er sprang für den verletzten Stamm-Quarterback Marco Triharta ein. Zwei Field Goals durch Philip Wachsmann im dritten Quarter brachten jeweils drei weitere Punkte und sorgten für den Endstand von 12:0.

Auf Tabellenplatz 2 in die Sommerpause

 „Dass wir keine Punkte gegen uns kassiert haben, zeigt, dass unsere Verteidigung gut stand“, sagt Defense Coordinator Chris Weaver. Tatsächlich hatten die Gäste aus Duisburg nicht ansatzweise die Chance, Punkte zu erzielen. Auf der anderen Seite war aber – vom missglückten Field Goal-Versuch abgesehen – auch für die Lumberjacks kaum mehr drin. „Das Ergebnis geht vollkommen in Ordnung“, stellt Headcoach Axel Hoepfner folgerichtig fest.

Trotz des schlechten Wetters waren wieder rund 500 Zuschauer zum Sportzentrum gekommen, um das zweite Heimspiel der Lumberjacks live zu erleben. Die Sauerländer Footballer gehen auf Tabellenplatz 2 in die Sommerpause. Als nächsten Gegner erwarten sie am 10. September die Iserlohn Titans in Brilon. Auch hier haben sie die Möglichkeit zur Revanche für die Niederlage im Mai in Iserlohn.